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RE: Hätte, wäre, wenn - Die Zeitreise zu sich selbst

Herzlichen Dank für Deine wertvollen Gedanken❣️

Auf so manchen Rat der Eltern oder Großeltern hat man vielleicht nicht gehört und sich danach eingestehen müssen, dass sie Recht hatten und warum. Aber konnten sie die Warnungen verständlich genug transportieren? Konnte man es nur nicht glauben, weil man selbst schon groß war und es die "fremden" Ansichten waren? Ich denke wenn man sich erkennt, älter, reifer aber nachweißlich man selbst, der einem sagt so wird es enden und du wirst lange brauchen dich davon zu erholen..... das könnte eine andere Wirkung haben. Man selbst kann sich da abholen wo man gerade steht.

Verrat könnte man wahrscheinlich einfacher verhindern, als toxische Beziehungen, denn dafür braucht es die Erkenntnis und die Heilung, was bei psychischem missbrauch extrem schwierig sein dürfte, weil er sehr getarnt daherkommt. Man darf sich dann auch fragen warum die beispielsweise misshandelte Frau, die es ins Frauenhaus geschafft hat, wieder zu ihrem Täter geht, obwohl ihr Körper noch die Wunden zeigt, sie erfahrene Ratgeber hat und schon an dem Punkt war, dass das der falsche Partner ist. Muss sie es durch Schmerz lernen, denn in der Gegenwart kann man sie nicht zwingen fern zu bleiben, jedoch in der Vergangenheit könnte sie es selbst verhindern.

Der trockene Alkoholiker könnte zurück zu der Zeit, wo er den Alkohol begann zu gerne zu mögen und von dem Kampf in Entzugskliniken reden, dem verlorenen Führerschein und den neuen "Freunden" auf der Straße, sowie den Körperlichen Schäden.

Die Frage bleibt was wäre sinnvoll, wenn es machbar wäre? Ist es wie mit dem Kleinkind das versucht die eckige Form in die runde Aussparung des Spielzeugs zu stecken, obwohl man ihm sagt und zeigt, dass das nicht geht und es dies mittlerweile eigentlich auch weiß. Und würde das Kind es lernen, wenn man es ihm nicht zeigt, sondern dieses Spielzeug nur im Kinderzimmer steht. Bunt und schön, aber ohne Anleitung. Wie lange würde es dann dauern?

Dauernde Verhandlungen und hadern können eher nicht zu Frieden führen. Den Frieden sollte man suchen und stiften und das auf alle Fälle in der Gegenwart.

0.00580769 BEE
1 comments

Das mit dem „sich selbst dort abholen, wo man gerade steht“ finde ich tatsächlich einen der spannendsten Gedanken daran. Vielleicht würde man seinem zukünftigen Ich wirklich eher zuhören als Eltern, Lehrern oder anderen Menschen, weil keine fremde Autorität spricht, sondern man selbst.

Und trotzdem frage ich mich, ob selbst das immer reichen würde.

Viele Menschen wissen ja oft bereits, dass ihnen etwas nicht guttut und gehen den Weg trotzdem weiter. Nicht unbedingt aus Unvernunft, sondern weil Hoffnung, Einsamkeit, Liebe oder Sehnsucht manchmal stärker sind als Erkenntnis. Gerade bei toxischen Beziehungen oder Sucht sieht man das oft sehr deutlich.

Vielleicht liegt genau darin auch etwas sehr Menschliches: Dass Wissen und tatsächliches Verstehen nicht immer gleichzeitig entstehen.

Manche Dinge begreift man erst, wenn man sie emotional durchlebt hat. So schmerzhaft das manchmal auch ist.

Dein letzter Satz gefällt mir deshalb wahrscheinlich am besten. Frieden entsteht vermutlich wirklich eher in der Gegenwart als in endlosen Verhandlungen mit der Vergangenheit.

0.00001918 BEE