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Dann hat es ja den richtigen Getroffen, aber in der Situation gibt es wirklich keinen Interpretationsspielraum. Bei Mobbing sieht das leider oft anders aus. Die Opfer gehen dann und klagen nicht, weil sie froh sind weg zu sein. Zumal Mobbing schwer nachweisbar ist.
Dazu kommt meist noch ein ein niedriges Selbstwertgefühl, was die Taten und Aussagen des Gegenübers als richtig erscheinen lassen - zumal das ja auch oft behauptet wird. Das Opfer war ja nie richtig so wie es war und angeblich zumeist unzulänglich. Eigene Leistungen und Besonderheiten wurden so lange klein und minderwertig geredet, bis es sich selbst über eigene Erfolge/Können nicht mehr wirklich freuen kann.
Ja so ist das. Das Umfeld müsste geschult sein, um es zu erkennen bzw. empathisch beobachten können. Ich kenne einen Fall, da hat er sie auch öffentlich abgewertet, oft im Rahmen des Humors auf ihre Kosten. Man hätte sie nur anschauen müssen, um es zu erkennen, dass sie das verletzt. Es kam auch vor, dass sie am Tisch geweint hat aufgrund seiner Aussagen, aber es wurde geduldet. Sie sagte mir: er ist halt so, keiner ist perfekt und es gibt auch schöne Seiten in der Beziehung. Während das Umfeld das Bild des hilfsbereiten Saubermannes hat, der nur das Beste will und die dann Dinge sagen, wie: Du bist auch nicht einfach.
Dann ist da noch die große "falsche" Hoffnung beim Opfer, dass alles wieder wird wie am Anfang, wenn man sich nur mehr anstrengt.