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RE: Unless that has the opposite effect - Wenn das nicht das Gegenteil bewirkt

Manchmal frage ich mich, was gerade in Deutschland passiert.

Oft habe ich den Eindruck, dass Deutschland international viele Lasten mitträgt, finanziell Verantwortung übernimmt und sich bei zahlreichen Themen engagiert. Gleichzeitig scheint die Anerkennung dafür eher gering zu sein. Stattdessen wird häufig kritisiert, gefordert oder bemängelt. Da stellt sich für mich die Frage: Wo bleibt eigentlich die positive Wahrnehmung dessen, was geleistet wird?

Auch die politische Entwicklung beschäftigt mich. Ist es wirklich ausreichend, bestimmte Parteien oder deren Wähler pauschal in eine Ecke zu stellen? Oder sollte man sich vielmehr fragen, warum solche Parteien überhaupt Zulauf erhalten? Sind sie Ursache oder vielleicht auch ein Symptom dafür, dass sich viele Menschen mit ihren Sorgen und Fragen nicht mehr gehört fühlen?

Beim häufigen Vergleich mit der NSDAP frage ich mich ebenfalls, ob solche Vergleiche immer angemessen sind oder ob sie manchmal eher dazu dienen, Diskussionen zu beenden, statt sie zu führen. Gerade in einer Demokratie sollte es doch möglich sein, unterschiedliche Ansichten sachlich zu diskutieren, ohne sofort in historischen Extremen zu denken.

Persönlich fällt es mir zunehmend schwer, Vertrauen in politische Prozesse zu entwickeln. Oft entsteht bei mir der Eindruck, dass wichtige Entscheidungen bereits vorgezeichnet sind und dass wirtschaftliche Interessen oder einflussreiche Gruppen einen größeren Einfluss haben, als vielen bewusst ist. Ob dieser Eindruck gerechtfertigt ist, weiß ich nicht. Aber er trägt dazu bei, dass meine Motivation, wählen zu gehen, mit den Jahren deutlich nachgelassen hat.

Und dann ist da noch die Frage nach den Kosten großer gesellschaftlicher Veränderungen. Die Umstellung auf erneuerbare Energien beispielsweise wird enorme Investitionen erfordern. Gleichzeitig hört man von Unternehmen, die Produktionsstandorte verlagern, während andere Länder mit niedrigeren Standards wirtschaftlich wachsen. Deshalb frage ich mich, wie eine langfristige Rechnung aussieht. Welche Kosten entstehen heute, welche morgen – und wie stellen wir sicher, dass Wettbewerbsfähigkeit, Wohlstand und Nachhaltigkeit gemeinsam gedacht werden?

Ich habe auf viele dieser Fragen keine abschließenden Antworten. Aber vielleicht wäre es hilfreich, wieder öfter über die Fragen selbst zu sprechen, statt nur über die Lager, denen man sich zuordnet.

0.02065238 BEE
1 comments

Es wird einiges geleistet und leider auch wieder zu nichte gemacht und wir könnten viel mehr!

Ja die Energiewende kostet im ersten Moment was, aber das wäre schnell wieder drin. Dazu gibt es genug Berechnungen und auch genug Beispiele zu Atomkraft, das es deutlich teurer wird. Atomkraft wird vielerorts subventioniert, sehr stark. Dir osten für die Endlagerung meist gar nicht einkalkuliert...

Was für Kosten werden entstehen, wenn wir nicht vom Öl/Gas weg kommen? Und da meine ich nicht nur steigende Preise bei jedem neuen Konflikt.

Meinst du wirklich das es zufall ist mit dem Datum und dann auch noch dem Standort?

Und ich schiebe die Wähler nicht in die Richtung, ich sage es sind zu viele die einfach nicht nachdenken.

Wenn man sich das von der AFD durchliest findet man genug Punkte, wieso die Partei unwählbar ist.
Ich hoffe nur, die Leute merken es nicht erst wenn es zu spät ist.

0.00002808 BEE