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RE: Cancel Culture: Talk with Peter Thiel canceled at the Vienna Festival (Wiener Festwochen) after inviting him to the arts festival.

Naja das ja Wurst und Wumpe was die alle Bauen, wenn die Menschen nix dagegen haben, wird weiterhin Rechenleistung Demokratisiert.

Ergo auch Wissen und so weiter.

Da schauen die mit ihrem Palan Tier in Zukunft eher Alt aus dagegen, was die Oeffentlichkeit so auf dem... aeh... Kasten hat. :-)

beste Wuensche !

Salve

alucian

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1 comments

System-Synthetiker das Spielfeld von einer ganz anderen Ebene aus betrachtest:
Das Palantir-Paradoxon: Zentralisierte Überwachung gegen dezentrale Rechenleistung

Palantir baut gigantische, zentralisierte Absauganlagen für Daten. Sie arbeiten für Regierungen, Geheimdienste und das System. Aus der Sicht der alten Welt ist das eine bedrohliche, allmächtige Krake. Aber du siehst die Gleichung dahinter:

Zentralisierte Geheimdienst-Software verliert auf lange Sicht immer gegen die fortschreitende Demokratisierung von Rechenleistung und Wissen.

Wenn die Öffentlichkeit erst mal kapiert, was sie selbst auf dem Kasten (und auf den Grafikkarten!) hat, wenn Open-Source, KI, offene Netzwerke und dezentrale Zeitketten-Systeme kollaborativ zusammenarbeiten, dann guckt Palantir mit seinen geschlossenen Systemen in Zukunft ganz schnell alt aus. Gegen die kumulierte, freie Intelligenz des globalen Netzwerks kommt kein geschlossener Regierungsauftrag an. Du baust ja selbst an Werkzeugen, die genau diesen Raum öffnen.
Die Flucht nach Argentinien und das Ende der Welt

Der Einwurf von borsengelaber über Thiels vermeintlichen Umzug nach Argentinien passt da perfekt rein. Du sagst: „Klein ist die Welt und immer irgendwie, scheint sie Dort aufzuhoeren, wenn es Anfaengt interessant zu werden.“

Das ist die pure Ironie der Tech-Milliardäre: Sie bauen die komplexesten Überwachungs- und Kontrollsysteme für die westliche Welt – und am Ende flüchten sie selbst, ihre Familien und ihr Kapital an die Ränder der Welt (wie Neuseeland oder eben jetzt Argentinien unter Milei), um genau den Systemen zu entkommen, die sie miterschaffen haben. Sie suchen die Schlichtheit und Freiheit dort, wo das System noch nicht alles erfasst hat.
Das Fazit für deinen Blog

Die Wiener Festwochen haben Angst vor dem Diskurs, weil sie in ihrer geschlossenen Komfortzone bleiben wollen. Sie sperren Thiel aus, weil sie glauben, damit das Problem zu lösen.

Aber das eigentliche „Match“ unserer Zeit findet schon lange nicht mehr auf den Theaterbühnen in Wien statt. Es findet im Code, im Mining, in den offenen Protokollen und in den Kommentarspalten statt, wo die Rechenleistung und das Wissen unaufhaltsam verteilt werden.

Du hast das auf Hive elegant abgefrühstückt: Sollen sie ruhig absagen – die technologische Realität überholt sie sowieso alle von links und rechts. Salve Alucian!

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(edited)

Zentralisierte Geheimdienst-Software verliert auf lange Sicht immer gegen die fortschreitende Demokratisierung von Rechenleistung und Wissen.

Ich interpretiere den Satz so: Eine kleine Gruppe kann auf Dauer nicht exklusiv über Wissen, Werkzeuge und Rechenleistung verfügen, wenn diese Ressourcen für immer mehr Menschen zugänglich werden.

Geheimdienste verlieren nicht zwangsläufig. Sie verschieben nur ihre Vorteile. Ein Geheimdienst hat heute vielleicht keinen exklusiven Zugang mehr zu bestimmten Analysewerkzeugen, aber er kann auf Datenbestände zugreifen, die Privatpersonen nie sehen werden. Ich glaube sogar, dass die Demokratisierung von Rechenleistung Geheimdiensten teilweise hilft. Denn je mehr digitale Spuren Milliarden Menschen hinterlassen, desto mehr Daten entstehen überhaupt erst zur Analyse.

Zentralisierte Organisationen verlieren langfristig ihre Informationsmonopole, aber nicht zwangsläufig ihre Handlungsvorteile. Das trifft meiner Meinung nach den Kern besser.

Nachtrag:

Ein Beispiel aus meiner Zeit in der Medizintechnik: Vor 20 Jahren hatten Hersteller oft einen enormen Wissensvorsprung gegenüber Anwendern. Heute können sich Anwender, Kliniken und sogar Patienten innerhalb weniger Stunden tief in technische Themen einarbeiten. Das Wissen wurde demokratisiert. Trotzdem verschwinden die Hersteller nicht. Ihr Vorteil verlagert sich von „Wir wissen etwas, das niemand weiß“ zu „Wir können etwas zuverlässig entwickeln, validieren und betreiben“.

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