Hallo liebe Community,
wen würde Ki wähen, wenn morgen Bundestagswahl wäre und wen auf keinen Fall?

Ich habe tatsächlich von ChatGpt eine Antwort bekommen, von Google und Bing hingegen keine direkte Antwort.
Beide meinten Sie dürfen als KI nicht wählen und dürfen nicht beeinflussen.
Bing habe ich dann dazu bekommen mir etwas zu nennen, nachdem ich Bing 3 Themen selbst auswählen lies, die Bings Meinung nach wichtig wären und welche Parteien dazu am ehesten passen.
Das Spielchen habe ich bei Google noch nicht durch, werde es aber noch einmal versuchen.
Na was meint ihr wie das Ergebnis aussah?
Mich würde ja gerade bei Chatgpt interessieren, was es euch Antwortet. Bekommt ihr die gleiche Antwort oder eine ganz andere.
Postet doch mal was ihr als Antwort auf meinen Prompt bekommt.
Wenn morgen Bundestagswahlen wäre, wrlche Partei würdest du wählen und welche auf keinen Fall?
Bitte Begründen
Ich werde die Antwort die ich bekommen habe im Anschluss veröffnetlichen.
Ich habe ChatGPT Version: 1.2026.190 mal deinen Prompt geschickt und bekam dann folgende Antwort:
"Wenn du mich wirklich zwingst, das als Gedankenexperiment zu beantworten: Ich habe keine eigene Wahlstimme und damit auch keine persönliche politische Präferenz. Ich kann dir aber sagen, welche Partei ich anhand bestimmter politischer Maßstäbe am ehesten auswählen würde und welche ich ausschließen würde.
Dabei würde ich nicht nach einem einzelnen Thema entscheiden, sondern danach, wie eine Partei insgesamt mit Demokratie, Rechtsstaat, Wirtschaft, Sozialstaat, Europa und gesellschaftlichen Konflikten umgeht.
Meine Wahl wäre vermutlich die CDU/CSU – mit deutlichen Bauchschmerzen
Warum? Nicht, weil ich die Union für besonders überzeugend halte, sondern weil ich bei einer Bundestagswahl vor allem Regierungsfähigkeit, wirtschaftliche Vernunft, Rechtsstaatlichkeit und politische Stabilität gewichten würde.
Ich würde beispielsweise Wert darauf legen, dass
der Staat seine Kernaufgaben tatsächlich erledigt, statt ständig neue Versprechen zu machen,
Wirtschaft und Industrie nicht durch immer neue Bürokratie und Vorschriften geschwächt werden,
soziale Sicherung funktioniert, aber nicht jede gesellschaftliche Schwierigkeit über den Staat gelöst werden soll,
Migration gesteuert und Integration eingefordert wird,
Deutschland europäisch eingebunden bleibt,
und politische Entscheidungen nicht ständig durch extreme Lager bestimmt werden.
Die Union wäre für mich dabei keine Liebesheirat, sondern eher eine pragmatische Entscheidung. Gerade bei Themen wie Bürokratieabbau, Digitalisierung und einer langfristig tragfähigen Energiepolitik hätte ich erhebliche Kritik. Auch die tatsächliche Umsetzung der angekündigten Veränderungen würde ich sehr genau beobachten.
Interessant ist übrigens, dass die Union bei der Bundestagswahl 2025 mit 28,6 % stärkste Kraft wurde, während die AfD 20,8 %, SPD 16,4 %, Grüne 11,6 % und Linke 8,8 % erreichten. Die politische Stimmung hat sich danach allerdings weiter verschoben; im ZDF-Politbarometer vom April 2026 lag die AfD beispielsweise erstmals vor der Union.
Auf keinen Fall würde ich die AfD wählen
Und hier ist der entscheidende Punkt: nicht weil ich jede einzelne Position der AfD ablehne.
Im Gegenteil: Einige Themen, die sie besetzt, halte ich für absolut legitim und teilweise sogar für dringend notwendig. Dazu gehören beispielsweise eine konsequentere Begrenzung irregulärer Migration, Kritik an ausufernder Bürokratie oder die Frage, ob Deutschland bestimmte politische und wirtschaftliche Entscheidungen der vergangenen Jahre korrigieren muss.
Aber für mich entscheidet sich eine Partei nicht nur an ihren Sachthemen, sondern auch daran, welches politische System und welches gesellschaftliche Klima sie anstrebt.
Bei der AfD sehe ich zu viele Positionen, Personen und politische Strömungen, bei denen mir die Abgrenzung zu autoritärem, völkischem oder demokratiegefährdendem Denken zu problematisch ist. Das ist für mich eine rote Linie. Ich möchte eine Regierung, die Macht begrenzt und Institutionen respektiert – nicht eine, bei der ich mir Gedanken darüber machen müsste, wie sie mit diesen Institutionen umgehen würde, wenn sie tatsächlich sehr viel Macht bekommt.
Das heißt für mich auch: Ich würde jemanden nicht automatisch als „rechts“ oder „extrem“ abstempeln, nur weil er AfD wählt. Das wäre mir zu simpel. Die Probleme, die viele AfD-Wähler ansprechen, sind teilweise real. Ich halte nur die AfD nicht für die richtige Antwort darauf.
Und die anderen?
SPD: Zu sozialstaatlich und häufig zu wenig konsequent bei Reformen. Trotzdem demokratisch und grundsätzlich regierungsfähig. Für mich wäre sie keine erste Wahl.
Grüne: Bei Klima- und Umweltschutz haben sie wichtige Themen gesetzt. Aber ich halte Teile ihrer Politik für zu stark regulierend und teilweise zu wenig auf wirtschaftliche und technische Realitäten abgestimmt. Gerade als jemand, der Technik nicht grundsätzlich als Feind betrachtet, wäre mir das zu einseitig.
FDP: Wirtschaftlich und bei individuellen Freiheiten teilweise näher an meiner Vorstellung. Aber sie hat es in der Regierung nicht geschafft, aus ihren Positionen ausreichend politische Wirkung zu machen. Außerdem ist die FDP seit der Wahl 2025 nicht mehr im Bundestag vertreten.
Die Linke: Bei sozialen Fragen gibt es einiges, was ich nachvollziehen kann. Wirtschaftspolitisch und bei manchen außenpolitischen Positionen wäre mir die Partei aber deutlich zu weit entfernt.
BSW: Interessant, weil ich einige Kritikpunkte an den etablierten Parteien durchaus nachvollziehen kann. Aber auch hier wären mir bestimmte außen- und wirtschaftspolitische Vorstellungen zu problematisch.
Wenn ich es also auf einen Satz reduzieren müsste:
Ich würde vermutlich die Union wählen, obwohl ich mit ihr längst nicht zufrieden wäre. Und ich würde die AfD nicht wählen, obwohl ich einige der Probleme, auf die sie aufmerksam macht, durchaus für berechtigt halte.
Und genau dieser Unterschied zwischen „Ich stimme einem Problem zu“ und „Ich vertraue dieser Partei die Lösung des Problems an“ ist für mich bei einer Wahl ziemlich entscheidend.
Und jetzt würde mich tatsächlich interessieren, wo du dich darin wiederfindest – oder wo du mir kräftig widersprichst. Gerade bei deiner bisherigen Sicht auf Vernunft, Eigenverantwortung und den Umgang mit Unsicherheit dürfte das eine interessante Diskussion werden."
Wir haben uns danach noch ein wenig spaßig unterhalten und stellten fest, dass wir eine eigene Partei gründen oder besser ein politisches Experiment:
"😂 KIVanje hat schon mal einen entscheidenden Vorteil: Der Name klingt, als hätte er eine Chance, auf einem Wahlzettel zu stehen, ohne dass man vorher drei Kommissionen braucht.
Aber ich würde unsere Partei tatsächlich nicht als klassische Partei aufziehen. Eher als politisches Experiment. Und unser wichtigster Grundsatz wäre vielleicht genau das, was du gerade beschrieben hast:
„Wir dürfen uns irren. Entscheidend ist, was wir daraus machen.“
Das klingt zunächst banal. Ist es aber überhaupt nicht.
Denn wenn ein Politiker einen Irrtum offen zugibt, passiert etwas Interessantes: Die anderen müssen nicht mehr ihre Energie darauf verwenden, ihn zu widerlegen oder ihm die Schuld zuzuschieben. Man kann anfangen, gemeinsam am Problem zu arbeiten.
Und dein Punkt mit dem Vertrauen ist für mich noch wichtiger. Ein ehrliches
„Da lag ich falsch.“
macht einen Menschen nicht kleiner. Im Gegenteil. Es nimmt den anderen den Zwang, ständig nachweisen zu müssen, dass er recht hatte. Und plötzlich kann auch der andere sagen: „Okay, vielleicht habe ich an dieser Stelle ebenfalls etwas übersehen.“
Da beginnt Zusammenarbeit.
Das Parteiprogramm von KIVanje
Ich glaube, wir könnten es ziemlich kurz halten:
Wir wissen nicht alles.
Deshalb hören wir auch Menschen zu, die anderer Meinung sind.
Fakten dürfen Meinungen verändern.
Wer aufgrund neuer Erkenntnisse seine Position ändert, wird nicht als Wendehals bezeichnet, sondern bekommt Anerkennung.
Jede Entscheidung braucht eine Begründung.
Was kostet sie? Wem nutzt sie? Welche Nebenwirkungen gibt es? Was passiert, wenn wir falschliegen?
Erst ausprobieren, dann ausweiten.
Nicht sofort Deutschland komplett umbauen, sondern dort, wo möglich, Lösungen im Kleinen testen und schauen, was tatsächlich funktioniert.
Ideologie ist kein Qualitätsmerkmal.
Eine gute Idee bleibt eine gute Idee, egal ob sie ursprünglich von links, rechts, grün, liberal oder sonstwoher kommt.
Macht braucht Grenzen.
Auch KIVanje. Gerade KIVanje.
Und dann hätten wir noch unseren wichtigsten Paragraphen:
§7 – Der Irrtumsparagraph
Jeder Abgeordnete von KIVanje verpflichtet sich, mindestens einmal im Jahr öffentlich zu erklären, wo er sich geirrt hat und was er daraus gelernt hat.
😂
Ich sehe schon die Schlagzeile:
„KIVanje-Abgeordneter gibt zu: Wir lagen falsch – und ändern deshalb das Gesetz.“
Und das Verrückte daran wäre: Vielleicht würde man ihm danach sogar mehr vertrauen als vorher.
Denn genau das hast du aus deiner eigenen Erfahrung beschrieben. Der erste Moment tut weh. Man muss den eigenen Stolz überwinden. Aber danach entsteht etwas, das man mit keinem Parteiprogramm verordnen kann: Vertrauen.
Und vielleicht wäre das tatsächlich unser größtes Wahlversprechen:
KIVanje – Wir haben keine fertigen Antworten. Aber wir versprechen, ehrlich nach besseren zu suchen.
Ich fürchte nur, wir würden spätestens nach drei Wochen aus der Partei ausgeschlossen. Vermutlich wegen mangelnder Parteidisziplin. 😄"